Chantal Suhling berichtet aus Midlothian (Virginia / USA)
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Mein Austauschjahr in Amerika!

Am Anfang meiner großen Reise war ich ziemlich aufgeregt und obwohl mir der Abschied von meiner Familie in Frankfurt sehr schwer fiel, hab ich mich riesig auf die Rundreise in New York gefreut. Am Flughafen hab ich dann auch gleich Leute von dem Vorbereitungstreffen wieder getroffen und wir sind alle zusammen nach New York geflogen. In den fünf Tagen habe ich viele nette Leute kennengelernt, mit denen ich dann New York, Philadelphia und Washington erkundet habe. Wir saßen im Central Park, sind durch Museen gelaufen, waren auf der Freiheitsstatue, sind den Times Square rauf und runter gelaufen um I love NY Shirts zu finden und nicht zu vergessen, wir waren bei Nacht auf dem Empire State Building!

Nach 5 Tagen hieß es dann Abschied nehmen und auf in die Gastfamilien. Ich bin mit noch einer Deutschen nach Richmond in Virginia geflogen und ich muss ehrlich sein, ich war echt  aufgeregt. Unser Flug war eine halbe Stunde lang und dann waren wir endlich da! Aus dem Flieger gestiegen haben wir unsere Familien auch schon gesehen. Meine Mom ist auch gleich mit offenen Armen auf mich zu gelaufen gekommen und hat mich umarmt. Danach bin ich kurz nach Hause und dann ging es auch schon gleich wieder los, und zwar Essen gehen.

Meine Gastfamilie war echt super nett und wir hatten ein wunderschönes Jahr zusammen. Ich hatte eine Gastschwester in meinem Alter (auf den Tag genau) und 3 Gastbrüder, die aufs College gingen. Dazu kamen noch 4 Hunde, 3 Katzen, ein Kaninchen und zum Schluss noch ein Hamster. In meiner Familie war immer viel los! Unser Haus war immer voll mit Leuten und wir hatten echt viel Spaß! Meine Gastfamilie war echt offen, lieb und liebenswürdig!

In der Schule bin ich gut klar gekommen, meine Lehrer waren sehr nett und die Schüler sind auch super offen und zeigen einem alles. Richtig gute Freunde hab ich gefunden als ich bei dem Schoolplay, so etwas wie ein Theaterstück mitgemacht habe. Wir hatten jeden Tag nach der Schule Proben und ich habe ziemlich schnell, viele Leute kennen gelernt. Darunter auch meine besten Freunde. Das Schoolplay war ein sehr wichtiger und besonderer Teil meines Auslandsjahres und mit das Beste was ich dort gemacht und erlebt habe. Wir haben das Musical (Hairspray) im November, also nach 3 Monaten Probezeit, vor vollem Haus aufgeführt. Das war schon ein echt tolles Erlebnis für mich und eine unbeschreiblich tolle Erfahrung.

Nach der Schule war bei mir auch immer was los. Wenn ich mal keine Schulaktivitäten hatte, dann bin ich mit Freunden weggegangen oder shoppen gewesen, ich war auch oft mit meiner Gastschwester unterwegs und Freitag abends ging es dann zu den Football Games, die unheimlich lustig sind.

Im Frühling gab es die Spring Sports, also alles was man draußen so machen kann. Ich war dann bei den Tryouts für das Girls Soccer Team und hab es auch ins Team geschafft. Dort hatte ich sehr viel Spaß und auch wieder jeden Tag nach der Schule Training. Wir hatten dazu noch 2 Spiele in der Woche. Wieder hab ich richtig viele Leute kennengelernt und neue Freunden gefunden. Am Ende der Saison hatten wir eine Abschiedsfeier. Auch zwischendurch haben wir mit dem Team einiges unternommen wie Minigolf spielen und Pizza essen. Die Mädels waren super nett und das Training war immer lustig.

Meine Familie war sehr tanzbegeistert. Meine Gastschwester und auch einer meiner Gastbrüder waren leidenschaftliche Tänzer und so hab auch ich 2mal die Woche getanzt. Am Ende des Jahres gab es dann eine große Veranstaltung bei der jeder Kurs vorgetanzt hat. Zwischendurch war ich auch oft mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester in Philadelphia um die Tanzshows von meinem Bruder zu sehen und einmal war ich zu einem Wettkampf in Washington. Mir haben die Reisen immer sehr viel Spaß gemacht und auch ich liebe es mir Tanzshows anzugucken und selber zu tanzen. Dadurch, dass meine Gastmutter auch den Broadway liebt, ist sie des öftern mal mit mir zu der einen oder andere Broadway Show gefahren. Ich war in North Carolina um Billy Elliot zu sehen, in New York über Weihnachten wo ich dann Promises Promises und La Cage gesehen habe und dann in Washington um Wicked anzugucken. Da die Shows natürlich auch mal in der Woche waren hatte ich auch das ein oder andere Mal Schulfrei.

Über Weihnachten war ich für ein paar Tage in New York, was sehr schön war, denn New York zur Weihnachtszeit ist super schön geschmückt. Dort war ich auch in Chinatown, eine ganz andere, ein bisschen gruselige Erfahrung, die jeder bei Gelegenheit erleben sollte. Über Spring Break war ich mit meiner Gastfamilie und meiner Familie aus Deutschland in Florida. Meine Familie ist zur Überraschung für mich eingereist und hat die Ferien mit uns verbracht, was sehr schön war. Wir waren in Disney World und meine Gastschwester und ich sind mit Delphinen schwimmen gewesen. Ein ziemlich großes Ereignis für mich.

Bei mir an der Schule gab es auch noch 2 Bälle. Einer war im Oktober mit einer großen Parade auf der ich getanzt habe und einem großen Football Game. Ich bin mit einer Gruppe von Freunden dort hingegangen und wir hatten echt viel Spaß. Alle hatten richtig schöne Kleider an und man ist vor dem eigentlichen Ball noch Essen gegangen. Der 2. Ball war Prom. Prom ist ein richtiger großer Ball der im Frühling stattfindet und nur für Juniors und Seniors ist. Man trägt so richtig schöne, lange Kleider und trifft sich vorher um Bilder zu machen. Wir waren dafür am See. Danach sind wir essen gegangen und dann zu diesem riesig großen Veranstaltungs- Center wo man getanzt hat und dann die Prom Queen und der Prom King ausgewählt wurden. Es war richtig schön.Danach finden dann noch ganz viele Partys statt. Unteranderem auch etwas das Post Prom genannt wird, dort bin ich auch mit Freunden hingegangen und wir hatten dann noch bis 4 Uhr morgens ziemlich viel Spaß. Ein bisschen wie in den ganzen Filmen. :)

Ich hab so viel in diesem einen Jahr erlebt, dass ich es gar nicht alles aufschreiben kann und es war ein einzigartiges Erlebnis! Heimweh hatte ich komischerweise überhaupt nicht und es viel mir auch echt schwer Abschied von meinen Freunden und vor allem von meiner Gastfamilie zu nehmen. Vor allem vermisse ich meinen Zwilling, meine Gastschwester. Wir sind richtig gute Freunde geworden und haben soviel zusammen erlebt. Ich  hatte eine unglaublich schöne Zeit und obwohl ich nicht in Kalifornien oder einem andern bekannten und beliebten Teil der USA war, war das Jahr eines der  Besten in meinem Leben. Auch als ich nach Hause gekommen bin hatte ich nicht das Gefühl das ich viel verpasst habe und meine Freunde sind auch noch die Gleichen.