Celine Räder berichtet aus Woodland Park: (Colorado / USA)
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Mein Name ist Celina Räder und ich war eine Austauschschülerin im Jahr 2011/12 in Woodland Park, Colorado. Woodland Park liegt in den Rocky Mountains und ist im Vergleich zu meinem Heimatsort ziemlich klein. Die Landschaft dort war unglaublich schön, jedoch wurde es auf Dauer relativ langweilig, da ich Berlin gewöhnt bin.

Nun einmal mein Austauschjahr im Schnelldurchlauf:

Am Flughafen sagte ich tschüss zu meinen Eltern und meinem Freund. So ganz konnte ich es noch nicht realisieren, dass ich sie für ein ganzes Jahr nicht mehr sehen werden - total verrück, aber es war schließlich nicht für immer.

An der Rundreise habe ich auch teilgenommen. Es war sehr stressig, aber dennoch schön. Ich habe viel gesehen und konnte es nun noch weniger abwarten endlich meine Gastfamilie kennen zu lernen.

Nun landete ich in Colorado Springs und sah meine Gastfamilie zum ersten Mal. Ihr glaubt ja nicht wie aufgeregt ich war. Sie empfingen mich mit einem Plakat und als Willkommensgeschenk bekam ich einen Colorado Kuschelbären.

Die Schule begann und die Zeit verging im Fluge. All die neuen Eindrücke einer High School: Football Games, Homecoming Week, Halloween, No-Shave-November, Basketball, Saidie Hawkins Dance, Winter Formal, Spring Break, Prom, unglaublich nette Lehrer und vieles mehr. Es ist verrückt wie viel ich in dieser kurzen Zeit erlebt habe.

Ich glaube einer der besten Erfahrungen an der Schule war das Basketball spielen. Ich hatte noch nie zuvor Basketball gespielt und war somit ein totaler Anfänger, aber alle Amerikanerinnen in meinem Team fanden es gut, dass ich mich traute bei den Try Outs teilzunehmen. Es war eine wirklich schöne Erfahrung in einem Team zu sein und Spiele zu gewinnen und zu wissen, dass sie immer für einen da waren. Ihr tut euch wirklich nur selbst einen Gefallen, wenn ihr einen amerikanischen Sport ausprobiert und euch überwindet einen komplett fremden Sport zu erlernen.

Natürlich gab es nicht nur gute Zeiten in diesem Jahr. Ab Weihnachten wurde mein Heimweh immer stärker. Ich habe die Zeit dort zwar sehr genossen und wollte auch eigentlich gar nicht gehen, aber ich wollte auch meine Familie und Freunde in Deutschland wiedersehen. Somit waren Gefühlsschwankungen vorprogrammiert. Vorfreunde auf das zu Hause in Deutschland und die Traurigkeit darüber, dass man seine zweite Heimat nun verlassen muss.

Seit einem halben Jahr bin ich nun wieder zurück in Deutschland und habe mich super eingelebt.Ich liebe es immer noch von meinem Jahr zu erzählen und nerve einige sicherlich schon damit. Am meisten vermisse ich die High School und das amerikanische Leben.

Für dieses Jahr setzt man sicherlich Freundschafen aufs Spiel, aber das ist es definitiv Wert. Schließlich hat man nur einmal im Leben diese eine Möglichkeit auf eine High School in Amerika zu gehen. Ich habe zwar immer noch dieselben Freunde, aber es ist nicht mehr so wie früher. Und meinem Freund den ich am Anfang des Jahres tschüss gesagt habe… nun ja den konnte ich nach dem Jahr wieder glücklich in die Arme schließen.

Eins ist mir klar geworden, Amerika ist für mich nicht mehr das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Es ist zwar ein wunderschönes Land, aber es zeigte mir auch wie schön Deutschland tatsächlich ist.
 

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