Wellington: Hendrik de Pay berichtet vom Onslow College - Wellington (Nordinsel / Neuseeland)
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Eine Reise ans andere Ende der Welt

,,Always be Kiwi“ oder ,,Kia ora, Aoteroa“

Nach einem informativen und lustigen Vorbereitungstreffen mit team! in Deutschland konnte ich es letztes Jahr kaum abwarten, bis das Datum meines Abfluges von Frankfurt nach Wellington, Neuseeland endlich erreicht war. Mit großer Vorfreude und dank vieler Infos und Tipps von der Organisation fühlte ich mich ziemlich sicher und gut vorbereitet dieses Abenteuer anzugehen. Der Abschied von meiner Familie und Freunden, die mich zum Flughafen begleitet hatten und auch der lange Flug (insgesamt waren wir 30 !! Stunden unterwegs über London, Honkong und Auckland) wurde durch viele andere Jugendliche in meinem Alter erleichtert und man konnte schon auf dem Flug nette Bekanntschaften mit Gleichgesinnten, die auch einen Auslandsaufenthalt vor sich hatten, knüpfen.

Als ich in dem Land, von dessen Schönheit ich schon viel gehört hatte endlich ankam, war ich total begeistert von dieser Landschaft und konnte mit dem Staunen kaum aufhören.

Die ersten Tage wurden wir von einer örtlichen Partnerorganisation von team! begleitet und ein spannendes Programm für die Jugendlichen wurde zusammengestellt. In dieser Orientierungswoche (an der fehlte es mir allein in einem fremden Land noch ziemlich) wurde uns ein erster Eindruck vermittelt und hilfreiche Englischfloskeln und ein wenig Landeskunde beigebracht.

Mit meiner Gastfamilie verstand ich mich von Anfang an sehr gut, zwei Gastbrüder und eine Schwester -

alle ähnlich alt wie ich, da war Spaß vorprogrammiert.

Vor meinem ersten Schultag an der neuen Highschool, dem Onslow College in Johnsonville, hatte ich dann doch etwas Bedenken – so hat man doch das Klischee, dass die ,,Neuen“ anfangs von allen sehr beäugt werden. Und wie soll das mit dem Englisch denn funktionieren?

Doch stellte sich heraus, dass noch drei andere Jugendliche, die ich schon auf dem Vorbereitungsseminar kennen gelernt hatte auf der gleichen Schule waren wie ich.

Und auch hier zeigte sich von Anfang an die Offenheit und Freundlichkeit von den Kiwis (so nennen sich die Neuseeländer sogar selbst), sodass man da wirklich keine Bedenken haben muss.

Und zur angeblichen Sprachbarriere : Die Neuseeländer sprechen das (für mich) schönste Englisch, deutlicher als die Amerikaner und doch auch nicht so hochgestochen wie das in Großbritannien und es war echt einfach sich zu verständigen.

In einer meiner Klassen konnte ich sofort Kontakt zu ein paar Schülern knüpfen, die Fußball spielten und ich dann glücklicherweise schon nach 3 Tagen in der Schulmannschaft war und dort noch mehr Kiwis kennenlernen konnte.

Der generelle Schulalltag an einer neuseeländischen Schule ist entspannter als an einer deutschen, man geht sogar gerne in die Schule!

Vor allem Spaß gemacht hat das Fach Outdoor Education in dem wir Kayak-Fahren und Mountainbiken gingen – Sachen, die in der wunderschönen Umgebung um Wellington unvergesslich bleiben werden!

Das Verhältnis von Schülern zu Lehrern ist allgemein viel freundschaftlicher und die Schulzeit war wirklich toll!

Als ich mich dann recht schnell an den Kiwi – Lifestsyle angepasst hatte und es mit Gastfamilie(in Neuseeland gibt es ausgewählte Gastfamilien und die Wahrscheinlichkeit in eine unfreundliche Familie zu kommen geht gegen Null) und meinen Freunden(viele Kiwis und ein paar Deutsche)gut klappte, verflog die Zeit wie im Flug.

Das war wirklich traumhafte Zeit und auch außerhalb der Schule gab es Erlebnisse, die ich nie vergessen werde: Skifahren mit anderen ,,International Students“ in einem Skigebiet, das sich auf einem Vulkan befindet. Trips nach Auckland und dem Lake Taupo sowie auf den Spuren der Ureinwohner (,,Maori“) in Rotorua. Das Land bietet eine Einzigartigkeit an Natur und die Partnerorganisation von team! sowie die Schule helfen einem, sobald man sich für Reisen interessiert.

Am Ende meiner 3 Monate (die im Nachhinein viel zu kurz waren, weil die Zeit einfach so schnell rumgeht) schloss ich meinen Aufenthalt zusammen mit ca. 20 anderen Jugendlichen mit einer 10 tägigen Südinseltour ab, die von einer Organisation, die sich dort super auskannte, betreut wurde.

Der Abschied von meiner Familie und meinen Freunden fiel recht schwer, doch ich bin mir sicher, dass es mich noch einmal nach Neuseeland verschlagen wird.

Außerdem hat mich dieses Jahr an Ostern einer meiner neuseeländischen Freunde aus dem Fußballteam besucht, weil er selbst ein Europa- Gap-Year macht.

Es war eine traumhafte Zeit, mit vielen neuen Bekanntschaften(sowohl Einheimische als auch andere Austauschschüler), tollen Eindrücken in eine neue Kultur(die Neuseeländer sind ein nettes, herzensgutes Volk), unglaublichen Erlebnissen in der Natur (Zelten unter dem Sternehimmel am Lake Taupo nur als Beispiel) und einzigartigen Erinnerungen, die mich nur bereichert haben.

 

Fotos zu diesem Bericht

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