Orewa: Elena Wilkens berichtet vom Orewa College - Orewa (Nordinsel / Neuseeland)
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Hallo vom anderen Ende der Welt!

Ohhhhh Jaaaaaaaaaaaa, hier ist es wunderbar!

Ich war am Anfang total nervös, weil an meiner Schule hier in Neuseeland so viele Deutsche waren, dass ich Angst hatte, gar keine Neuseeländer kennen zu lernen.

Ich habe mich dann unendlich bemüht, welche kennen zu lernen, und das hat dann auch funktioniert.

Aber allen, die, wie ich, an einer Schule mit vielen Internationals sind, kann ich nur sagen: Es ist nicht schlimm, wenn man nicht nur mit Kiwis zusammen ist. Man holt auch so genug aus dem Aufenthalt raus, vielleicht sogar noch mehr. Ich empfinde Kiwi-Teenager nämlich als sehr liebenswert, freundlich und witzig, aber auch sehr faul. Es hat mich sehr viel Zeit gekostet, bis jemand mit mir etwas unternommen hat und nicht, weil keiner Lust hatte, sondern, weil alle es sofort wieder vergessen hatten.

So habe ich dann wochenlang nichts gemacht, während ich eigentlich so viel Zeit und Freiheit hatte, dass ich alles Mögliche hätte anstellen können!

Aber jetzt gehe ich jeden Tag nach der Schule noch in die Stadt, an den Strand, in den Supermarkt und genieße einfach all die Möglichkeiten, die man hat.

Ich habe noch mehrere andere Ratschläge für "Neuankömmlinge":

Wenn irgendwie möglich, nehmt Drama.

Das Fach gibt unheimlich viel Selbstbewusstsein und hilft automatisch, das Englisch zu verbessern und Freunde zu finden, weil es einfach zusammen schweißt, wenn man in einer Gruppe zusammen schauspielert.

Ein anderer ist, sich auf alle möglichen Wetter einzustellen. Denn obwohl ich fast nur während der Winterzeit hier bin, brauche ich so ziemlich alles.

Das Wetter ist WECHSELHAFT!

Es kann sein, dass ich im strahlenden Sonnenschein unter wolkenlosem Himmel daher spaziere und mich plötzlich wundere, warum ich so nass bin, schaue nach oben und bemerke, dass der ganze Himmel schwarz ist.

Sobald ich dann meine Regenjacke aus dem Rucksack gezerrt habe, ist es auf einmal wieder trocken und eiskalt. Aber wenn ich mir die Jacke angezogen habe, ist mir auf einmal zu warm, weil die Sonne hinter den Wolken wieder hervorgekommen ist.

Also, mein Tipp: Einfach auf alles und gar nichts eingestellt sein!

Allen, die, wie ich, nur kurz bleiben, empfehle ich, so viel wie möglich zu machen. Denn so wird die Zeit einfach total kostbar. Probiert einfach etwas total Neues aus und denkt nicht daran, ob es sich lohnt oder nicht, wenn ihr es wollt, dann macht es einfach!

Ich bin so froh, dass ich hierhergekommen bin. Das war die beste Entscheidung meines Lebens!

Viele Grüße

Elena